Arbeitslos und Spaß dabei. Intelligente
Menschen vertrauen darauf, daß Rudi auch
mal wieder aufsteht und sich eine
vernünftige Tätigkeit sucht. Dumme
Politiker hingegen glauben, daß sich jeder,
der eine Grundsicherung erhält, in den
Liegestuhl wälzt und nimmermehr erhebt.
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Warum eigentlich Existenzgeld?
Dies ist die Antwort der von Ausgrenzung und Armut
Betroffenen auf eine Gesellschaft, die immer mehr
Menschen vom gesellschaftlichen Reichtum ausschließt.
Seit Anfang der 80er Jahre ist die existentielle Sicherung
der Bevölkerung nicht mehr gewährleistet. Das soziale
Sicherungssystem ist auf Vollbeschäftigung ausgerichtet
und greift nicht bei Massenarbeitslosigkeit. ... Betroffen
sind nicht nur einzelne Bevölkerungsgruppen, sondern es
handelt sich um ein weltweites Wirtschaftssystem, daß
eine umfassende Umverteilung der erwirtschafteten
Reichtümer von unten nach oben zum Ziel hat.
Profitmaximierung ist alles, der einzelne Mensch nichts
Das Existenzgeld ist ein Instrument der gerechten
Verteilung des Reichtums und der Abschaffung der
Armut. Es ist ein Geld, das ohne Schande bezogen werden
kann. Es muß Geld sein, von dem man sagen kann, das
steht mir zu, weil es allen zusteht und weil es die
Voraussetzung ist, damit eine Gesellschaft, die über Geld
organisiert ist, überhaupt einigermaßen friedlich, jedenfalls
nicht gewalttätig, funktionieren kann."
Bundesarbeitsgemeinschaft Erwerbslose
Stellen Sie sich vor
Sie bekommen ein Leben lang Rente.
Ist das nicht schön?
Ja, aber, werden Sie sagen. Das ist doch nicht finanzierbar.
Stimmt nicht, sagte 1998 die BAG-SHI (Bundes-
Arbeitsgemeinschaft der Sozialhilfeinitiativen) und stellte
ihr Konzept take-half vor: Zunächst können viele Einkommensarten
wegfallen, z.B. Sozialhilfe, Arbeitslosengeld,
Arbeitslosenhilfe, Kindergeld, Erziehungsgeld
und BAföG. Das reicht natürlich noch nicht. Also schlägt
die BAG eine 50-prozentige Abgabe auf alle Einkommen
vor, eben dieses take half.
Also alle bekommen Existenzgeld, was einigermaßen
zum Leben reicht und dafür müssen sie vom zusätzlichen
Einkommen (Erwerbsarbeit, Zinsen, Mieteinnahmen und
Aktiengewinne) die Hälfte einzahlen.
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Schommer (rechts) sieht hier
recht harmlos aus. Nach Feierabend aber
macht er sich auf die Jagd nach Sozialschmarotzern.
Wenn alle, die öffentlich über Armut
schwätzen, zu Beginn ihrer Rede ihr
Monatseinkommen erwähnen
müssen, würde wenigstens ihre
Kompetenz klar.
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