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Erst, wenn ihm Tausende nacheifern, wird der Tourist zum Terrorist. Viele
Gebiete dieser Welt sind schon tourismusgeschädigt. Die Trend-forschung
sagt aber, daß im Tourismus die Zukunft der Arbeitsgesellschaft schlummert.
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Ein Tourist macht nichts, Touristen in Massen sind die Pest
"Entläßt man ... das Milliardenheer der Arbeitenden in die heutige Art der
Freizeit, so wird das unweigerlich genauso zur Zerstörung dieses Planeten
führen wie das Verbleiben in der Arbeit. Wenn auch nur ein Teil der
Menschheit sich in seiner Freizeit so extensiv verhält wie der Deutsche, ...
dann wird auch das entfernteste Naturschutzgebiet in kürzester Zeit zertrampelt
sein, dann wird bald in den Alpen kein einziger Baum mehr stehen, ... kein
Grashalm mehr wachsen ... und die südostasiatischen Länder werden zum rasierten
Vorgarten einer verrückt gewordenen Menschheit." (H.-J. Rieseberg)
Die Langeweile
Wenn der durchtrainierte Arbeitnehmer nach Feierabend einfach dasitzt und
nichts tut, gesellt sich zum schlechten Gewissen auch noch die Langeweile.
Um die Langeweile zu erschlagen, bleibt vielen Menschen nur der Fernseher.
Doch beim Fernsehen lautet die unaufhörliche Botschaft: "Kaufe, kaufe,
kaufe jeden nur denkbaren Müll, fahre weg, fliege weg." Und schon hat der
kleine Fernsehgucker wieder was zu tun.
Der Aufschwung
Der fleißige Arbeiter ist kaum noch imstande, selbst Freizeit zu gestalten.
Deshalb wird ihm eine gewaltige Infrastruktur zur Verfügung gestellt, die
ihn in Bewegung hält: Freizeitparks, Spaßbäder, Hotelketten in aller Welt,
Spezialtourismus aller Coleur. Für alle möglichen Touristikspäße oder
Sportarten muß der fleißige Arbeiter Spezialausrüstungen anschaffen. Und
trotz all dieser Infrastruktur braucht er noch Animateure, die ihm den
Tagesablauf regeln.
Der Macher
"Das permanente Training des Arbeiters zum Arbeiten hat in der Tat das
produziert, was Marx so eigentlich nicht wollte, nämlich den Menschen zum
animal laborens zu konditionieren. Dieser Mensch kann nichts anderes
mehr als nur noch arbeiten. Und sobald man ihn nicht mehr arbeiten läßt,
ihm also mehr Freizeit gibt, fängt er sofort wieder an zu arbeiten."
(H.-J. Rieseberg)
Nicht die Arbeit
unterscheidet dem Menschen vom Tier, sondern die Fähigkeit zu denken.
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Helga und Anita wissen noch nichts von Designermode und Beauty-Shop und
daß ein Computer aller drei Jahre schrottreif ist. Trotzdem haben sie
irgendwie Spaß am Leben. Vermutlich haben sie's noch nicht mal zum
Eigenheim gebracht. Für ihre Kinder ist es inzwischen normal, sich von
der Freizeitindustrie bedienen zu lassen, statt selber Spaß zu haben.
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"Nicht mal das Tier, obwohl viel an der frischen Luft und mangels
Gelegenheit Nichtraucher, treibt irgendeinen Sport, sondern liegt
naturgemäß, sobald der Hunger nachläßt, lieber bräsig in der Flora rum.
Allein der Mensch, in seiner Form des notorischen Zappelheinis muß ständig
an Bälle treten, oder sich Plastikradkappen zuwerfen, statt unterm
Holunderbusch ein Mittags-schläfchen zu wagen." (Dietmar Wischmeyer)
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